European Academy of the Urban Environment

Energiesparen in der Kommune
Zusammenfassung einer Fachtagung, 28.-30.10.1999
Detlef Loy

1. Eröffnung

Herr Dr. Schwedler, Geschäftsführender Leiter der Europäischen Akademie für städtische Umwelt, begrüßte die Gäste aus Bulgarien und die Workshop-Teilnehmer. Er verwies einleitend auf die Bedeutung der Lösung von Umweltproblemen in Bulgarien, die eine Hürde für den beabsichtigten EU-Beitritt darstellten, und auf die Notwendigkeit der Anpassung und Übernahme von gesetzlichen Standards in diesem Zusammenhang. Der Workshop sollte einen Beitrag dazu leisten, Hinweise auf die möglichen wirtschaftlichen, technischen und ordnungspolitischen Schritte in diese Richtung zu geben.

Herr Dr. Martinsen sprach von seiner Aufgabenstellung als Mittel- und Osteuropa-Koordinator des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Potentiale und Know-how in der Stadt zu identifizieren und für Partner von außerhalb zugänglich zu machen. In Bezug auf MOE-Staaten würde Berlin durch seine Lage wie auch durch seine besondere historische Situation eine hervorragende Position als Kompetenzzentrum einnehmen: Die Wiedervereinigung unterschiedlich geprägter Stadthälften, die besondere Rolle als Hauptstadt sowie der Restrukturierungsprozeß in den westlichen Bezirken mit einem tiefgreifenden industriellen Umbruch seien prägende Erfahrungen, die für andere Länder beziehungsweise Städte mit vergleichbaren Veränderungen und Situationen ideal nutzbar seien.

Berlin weise heute wertvolle Beispiele von nachhaltigen Lösungswegen und eine Fülle innovativer Konzepte auf, womit diesem "Praxislabor " eine besondere Modellfunktion mit großer Ausstrahlung zukomme. Für die Zukunft gelte es deshalb besonders, die Zusammenarbeit von Berliner Verwaltung und mittelständischer Industrie zu stärken, um dieses Know-how noch besser "vermarkten" zu können.

Herr Djulgerov verwies als Delegationsleiter auf die gerade abgeschlossenen Kommunalwahlen, aus denen die bisherigen Koalitionsparteien in Sofia gestärkt hervorgingen. Er betonte, daß sich Bulgarien seit etwa zwei Jahren in ruhigem Fahrwasser mit wachsender wirtschaftlicher Stabilität befände. In dieser Phase seien im Bereich "Energieeinsparung" und "Energieversorgung" eine Reihe von bedeutsamen Maßnahmen eingeleitet worden, von denen im weiteren Verlauf des Workshops noch zu berichten sei.

Die Agentur für nachhaltige Entwicklung (ASDE),als deren Präsident er auch spreche, sei bei ihren Bemühungen, Innovationsprojekte in Sofia anzuschieben, ein wesentliches Stück gegenüber dem letzten Besuch in Berlin vorangekommen. Besonders gespannt sei die Delegation, Erfahrungen zu neuen Energietechnologien für den Gebäudebestand zu hören, da hier ein großes Einsparpotential in Sofia brachläge. Auch seien die spezifischen Kenntnisse, die mit der Infrastrukturvereinigung von West- und Ost-Berlin gesammelt worden seien, von Interesse.

2. Berliner Strategien zur Verbesserung der Energieeffizienz

Herr Dr. Müschen aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie stellte in seinem Vortrag die Bedeutung und die Auswirkungen des Berliner Energiekonzepts dar, die sich im Ergebnis in einem deutlichen Rückgang der CO2-Emissionen niederschlage. Etwa ein Drittel des Wohnungsbestandes im Ostteil der Stadt sei seit 1990 modernisiert worden, 10 % der Fördermittel seien in Energiemaßnahmen geflossen.

Als neues Instrument sei kürzlich ein Heizspiegel für Wohngebäude aufgestellt worden, der eine grobe Bewertung der energetischen "Güte" zulasse und einen direkten Vergleich ermögliche. Bedeutsam sei nach der Wende die Modernisierung der Infrastruktur gewesen, z.B. des Fernwärmenetzes, das ca. 1/4 aller Gebäude in den östlichen Bezirken versorge. Besondere Probleme ergäben sich allerdings heute für den beispielhaft hohen Anteil von umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung durch die Auswirkungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes und die rasche Liberalisierung im Bereich der Stromwirtschaft.

Mit der Energiesparpartnerschaft und sinkenden Energiepreisen habe Berlin seine Energiekostenausgaben von früher 500 Mio. DM auf jetzt etwa 350 Mio. DM gesenkt. Ähnliche Projekte zur Drittfinanzierung seien jetzt auch für den Bereich der .Wohnungswirtschaft in Entwicklung (Stichwort B.E.S.T.). Ein positives Signal sei von den Gebäuden des Bundes ausgegangen, da für Neubauten eine Quote von 15 % Versorgung aus erneuerbaren Energien vorgeschrieben wurde. Im Bereich "Solarenergie" habe Berlin sich bundesweit an die Spitze gesetzt. Bei Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung habe die sogenannte "Solarstrombörse" beschleunigend gewirkt, im Thermiebereich sei die Freiwillige Vereinbarung mit der Wohnungswirtschaft und Industrie ein Antriebsmotor.

Probleme bereiteten derzeit vor allem der wachsende Anteil des Individualverkehrs und die steigende Stadtflucht mit fortschreitender Zersiedlung des Umlandes und neuen Verkehrsströmen. Positiv sei jedoch die erheblich verbesserte Luftsituation durch NOx und SO2-Reduzierung bei den Kraftwerken zu vermerken.

Auf Nachfragen wurde ergänzt, daß auch die starke Abnahme der Einzelofenheizung um etwa 50 % in der vergangenen Dekade zur deutlichen Umweltentlastung beigetragen habe. Wesentlicher Anreiz für Maßnahmen im Gebäudebestand sei die Bereitstellung von Fördermitteln gewesen, da der relativ niedrige Energiepreis eher hemmend gewirkt habe. Allerdings könnten Investitionskosten, die zu Effizienzgewinnen führten, auch auf die Mieten umgelegt werden. Für die Zukunft sei mit der progressiv wachsenden Ökosteuer eine gewisse Umkehr zu erwarten. Insbesondere dem Erdgas werde in Zukunft eine stark wachsende Bedeutung bei der Beheizung zukommen.

3. Die Berliner Energiesparpartnerschaft als Modell für Public-Private-Partnership

3.1 Das Konzept

Herr Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur, stellte erhebliche Einsparpotentiale im öffentlichen Bereich fest, für deren Ausschöpfung allerdings weder Know-how noch Investitionsmittel bei der Landesregierung bereitstünden. Um aus dieser Sackgasse herauszufinden, habe man vor einigen Jahren mit Performance-Contracting begonnen, bei dem Dritte in Finanzierung und Betrieb von Neuanlagen eingebunden seien.

Inzwischen wurde mit der Energiesparpartnerschaft eine neue Stufe erreicht, bei der statt einzelner vertraglich gebundener Objekte ganze Gebäudepools mit jeweils ca. 50 Liegenschaften in die Vergabe kämen. Vier derartige Pools seien bisher an unterschiedliche Anbieter vergeben worden, drei weitere in Entwicklung. 60 % der Liegenschaften seien Verwaltungsgebäude, weitere 20 % Schulen. In jedem Pool seien Energiekosten von 4-10 Mio. DM zusammengefaßt, so daß sich eine lohnenswerte Marge für die Betreiber ergebe.

Herr Geißler stellte auf mehreren Folien die Grundzüge der Energiesparpartnerschaft sowie Projektverlauf und -management durch die Energieagentur vor. 1999 würden sich aus den bisherigen Leistungen der involvierten Kontraktoren immerhin Kosteneinsparungen von 10-28 % gegenüber der Ausgangsbasis ergeben. Inzwischen sei dieses Berliner Modell auch zu einem interessanten Beispiel für andere Städte geworden, z.B. wolle Wien ein ähnliches Vorhaben angehen.

Standardverträge und zwei Leitfäden stünden für die Übertragung bereit, allerdings sei in jedem Fall bei Transfer in andere Länder eine Anpassung an nationales Recht erforderlich. Von besonderer Bedeutung sei die Ausformung des jeweiligen öffentlichen Haushaltsrechts. Als wesentliche Erfahrung kann die Bedeutung der richtigen Energiekostenbasis hervorgehoben werden, um spätere Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Auch müßten sinkende Energiepreise in die Kalkulation und Risikosicherheit der Kontraktoren einbezogen werden.

3.2 Risikoverteilung bei Public-Private-Partnership

Herr Strauch beschrieb die Eigentümerstruktur, Aufgabenstellung und die Rolle seiner Gesellschaft Kommunalconsult (KC) bei der Initiierung von Public-Private-Partnerschaften. Er benannte hierbei insbesondere die Erweiterung der Handlungsspielräume der öffentlichen Hand als Zielstrategie. Die Entwicklung und Begleitung zivilrechtlicher Verträge als Basis zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren ist deshalb die vorrangige Aufgabe von KC. Die Situation im öffentlichen Bereich sei insbesondere durch Zersplitterung der Kompetenzen und Mangel an Finanzmitteln für Verbesserungen bei der Energieeffizienz ungünstig. Zudem legten andere Interessenschwerpunkte und Zielsetzungen den Entscheidungsprozeß lahm.

Eine geringe Informationslage über den energetischen Zustand, Angst vor Arbeitsplatzabbau und das Offenlegen von eigenen Handlungsdefiziten würden die Zurückhaltung der öffentlichen Verwaltung erklären. Diese Barrieren gelte es zu überwinden, öffentliche Ausschreibungen seien hierzu ein wichtiges Element. Kennzeichnend sei für die bisherigen vertraglichen Regelungen im Rahmen der Energiesparpartnerschaft, daß die Beziehungen zwischen kommunaler Hand und EVU bestehen blieben und der Kontraktor nur die Aufgaben der Energieoptimierung und Instandhaltung übernehmen würde.

Die Risikoverteilung sei so geregelt, daß der Energiedienstleister die Verbesserungen gegenüber dem Land nachzuweisen habe, die öffentliche Hand jedoch Vorkehrungen gegen den Konkurs von Subunternehmen zu tragen und für die erforderliche Qualifikation der Verwaltungsmitarbeiter oder des Bedienungspersonals zu sorgen habe. In Streitfällen werde eine externe Schiedsstelle angerufen, was aber bisher erst in einem Fall notwendig geworden sei.

3.3 Die Vorteile und Gewinne für den privaten Energiesparpartner und den Energiedienstleister

Herr Henn (neuer Titel des Vortrags: Die Vorteile und der Nutzen für öffentliche Energiesparpartner) von der ESB Energiespar- und Betreibergesellschaft mbH machte deutlich, daß bei Contractingverfahren Arbeitsplätze neu geschaffen, zumindest jedoch langfristig erhalten werden. Vertragliche Bindungen hätten immer damit zu kämpfen, daß nicht alle Eventualitäten, z.B. Nutzungsänderungen bei Gebäuden, im Vorfeld erfaßt werden könnten. Trotzdem müsse möglichst sorgfältig die Ausgangslage erfaßt werden. So sei für jedes öffentliche Gebäude eine genaue Beschreibung bzw. ein Paß erforderlich.

Aus Sicht der öffentlichen Hand sei es ein günstiges Verfahren, die Objekte in einem Pool zu mischen, um ein "Rosinenpicken" auf Investorenseite zu verhindern. Von Bedeutung sei auch, daß die erneuerten Anlagen nach Ende der Vertragslaufzeit ohne weitere Zahlung an die Kommune übereignet würden. An einem Diagramm wurde verdeutlicht, in welcher Weise der Auftraggeber unter Abzug einer Contracting-Prämie von Anfang an am Einsparergebnis beteiligt wird.

4. Chancen zur Steigerung der Energieeffizienz im liberalisierten Energiemarkt

Herr Heisler von der BEWAG Energiemanagement GmbH verwies auf die aktuelle Wettbewerbssituation im Strommarkt und die hohe Konkurrenz im Energiesparbereich. Rationelle Energieverwendung sei zunehmend als Aktivitätsfeld von Interesse , um Kundenbindung zu betreiben. Gegenwärtig werde ein harter Wettbewerb vor allem um größere Kunden und Kundengruppen geführt. Dabei sei insgesamt zu beachten, daß entgegen dem Telekommunikationssektor kaum mit nennenswertem Gesamt-Wachstum zu rechnen sei. Die Bedeutung lokaler Märkte werde verschwinden, gleichzeitig werde die Transparenz bei Preisen erheblich größer. Die BEWAG kalkuliere deshalb bereits jetzt einen gewissen Verlust an Kunden und verringerte Umsätze ein.

In dieser Landschaft sei Energiemanagement eine wichtige Dienstleistung für den Kunden, die unentgeltlich erbracht und über den Strompreis finanziert werden müsse. Dr. Henn machte am Beispiel von Hotelbetrieben und Krankenhäusern deutlich, daß in fast allen energiebezogenen Bereichen erhebliche Potentiale zur Verbrauchsminderung stecken. Energieversorgungskonzepte könnten auf der technischen Seite die Versorgung mit Strom, Wärme, Kälte und Notstrom beinhalten, auf der Leistungsseite könnten von der Vorplanung bis zur Abrechnung alle Dienste angeboten werden.

5. Umstrukturierung und Vorbereitung eines Energieversorgungsunternehmens auf die Liberalisierung am Beispiel der GASAG

Herr Stab, GASAG, skizzierte einleitend die Entwicklung der letzten Jahre, geprägt von starkem Personalabbau und finanziellen Verlusten. Erst in 2000 sei nach der nunmehr vollzogenen Privatisierung wieder mit Gewinnen zu rechnen. Für die nähere Zukunft sind weitgehende Umstrukturierungen mit der Gründung einer getrennten Netzbetriebsgesellschaft geplant. Der Wärmebetrieb ist bereits jetzt als Profitcenter etabliert, die Informationsdienstleistungen mit der BEWAG in einer eigenständigen Gesellschaft aufgegangen. Auch bei Zählerablesung und Abrechnung seien tiefgreifende Veränderungen durch technologische Innovationen und eine Ablösung vom Kerngeschäft zu erwarten.

Im Geschäftsfeld "Wärmemarkt" werde mittelfristig in Berlin eine Versorgungsquote mit Gas von 50 % erwartet. Investitionen seien nach der Wiedervereinigung besonders in die Sanierung des Netzes geflossen. Die Gasverluste seien hierdurch von 2 % auf weit unter 1 % gesenkt worden. Auf der Kundenseite werden seit einiger Zeit auch Einspar-Dienstleistungen angeboten. Als Beispiel könne der Liefervertrag mit dem Land Berlin genannt werden, der mit Einsparbestrebungen gekoppelt sei.

Mit dem Sofioter Fernwärmeversorger als größtem einheimischen Gaskunden besteht seit kurzem ein Kooperationsvertrag. Die Situation in Bulgarien sei insbesondere durch eine starke einseitige Abhängigkeit des Gasbezugs aus russischen Quellen und eine ausschließliche Orientierung auf große Gasabnehmer geprägt. Man wolle hier beratend auch bei der Erschließung neuer Kundengruppen zur Seite stehen.

6. Die bulgarische Energiewirtschaft und das bulgarische Energieeffizienzprogramm

Herr Stoilov, Präsident der nationalen Agentur für Energieeffizienz (GAEE) skizzierte eingangs die Struktur der bulgarischen Energiewirtschaft, zu der insgesamt 22 zentrale Fernwärmenetze und eine installierte Stromerzeugungskapazität von 12,5 GW (bei einer Spitzenlast von 7 GW) gehören. Die administrative Struktur ist weitestgehend direkt dem Ministerrat unterstellt mit einer Agentur für Energie und Energieressourcen, einer Energieregulierungsbehörde und einer Energieeffizienzagentur als wesentliche Institutionen. Aufgaben, Funktionen und Rechte dieser Einrichtungen sind in dem am 16.7.99 verabschiedeten Energieeffizienzgesetz definiert.

Der Primärenergieverbrauch und der Import von Energie ist in den letzten Jahren aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Krise stark zurückgegangen. Die Energieintensität (Energieeinsatz pro Einheit Bruttosozialprodukt) hat sich dagegen kaum verändert und liegt 4-5 mal höher als in EU-Ländern (Bulgarien: ca. 0,72 ktoe/$, Deutschland: ca. 0,15 ktoe/$). Mit der "Nationalen Strategie zur Entwicklung der Energiewirtschaft und -effizienz", die im Herbst 1998 von der Regierung verabschiedet, vom Parlament jedoch nur in Grundsätzen akzeptiert wurde, solle die zukünftige Entwicklung im Energiebereich beschrieben werden. Als größte Schwäche wird allerdings die deutlich überhöhte Prognose des Energieverbrauchs bezeichnet, die bereits 1998 zu erheblichen Abweichungen gegenüber der realen Situation geführt habe. Insbesondere der Stromverbrauch werde sich eher am unteren Rand der Vorhersagen entwickeln, so daß ein Strommangel auch bei der von der EU geforderten Abschaltung von Blöcken des AKW Kosludoi nicht zu befürchten sei.

Mit dem "Nationalen Energieeffizienzprogramm" der GAEE sei erstmals ein breites Bündel von Energiesparmaßnahmen für alle Industriesektoren beschrieben und evaluiert worden. Die Ergebnisse der Kosten-/Nutzenbetrachtungen zeigten, daß mit Investitionen von insgesamt 2,3 Mrd. $ jährliche Einsparungen von 1,15 Mrd. $, verbunden mit hohen CO2-Reduzierung, erzielbar seien. Es werde nun darum gehen, die Energieeffizienzaktivitäten zu einem neuen Geschäftsfeld zu entwickeln und integrierte Planungsmethoden einzuführen. Sofia werde hierbei eine Vorreiterrolle für das Land einnehmen.

Bei der Preissetzung werde die bereits begonnene Liberalisierung fortgesetzt. Bereits jetzt sind Preise für Kohle und industrielle Fernwärme freigegeben. Für die privaten Haushalte wird der Fernwärmepreis nach wie vor zentral geregelt und aus sozialen Gründen staatlich gestützt. Auch bei Strom seien neue Tarifstrukturen zu erwarten, da der IWF Preiserhöhungen zur wirtschaftlichen Stabilisierung gefordert habe. Für 2000 ist ein Preis von ca. 4,0 $-cents/kWh für Haushalte festgelegt worden. Probleme bereiteten allerdings die wachsenden Zahlungsdefizite privater Kunden.

Das neue Energiegesetz greift bereits den EU-Anforderungen voraus und wird auch von Weltbank und IWF akzeptiert. Ca. 50 % der nationalen Stromerzeugung seien bereits verkauft, ein Pool aus Wasserkraftwerken zur Privatisierung freigegeben. Die Verteilernetze sollen in Aktiengesellschaften umgewandelt werden. Ein Monopol gibt es im Stromsektor nicht mehr, administrative Barrieren für neue Stromlieferanten bestehen nicht.

Bulgarien ist Verbraucher und Transitland von Erdgas, eine entwickelte Haushaltsendversorgung besteht jedoch nicht.

7. Rahmenbedingungen für ausländische Investoren in Bulgarien

Der Vortrag von Herrn Georgiev, Handelsattaché der bulgarischen Botschaft in Berlin, mußte kurzfristig abgesagt werden, liegt jedoch in schriftlicher Form vor.

An seiner Stelle präsentierte Herr Kazarov, Direktor der Firma Status Invest PLC, die gegenwärtige Situation für ausländische Investitionstätigkeiten. Fundament des geschäftlichen Engagements in Bulgarien ist die seit zwei Jahren bestehende politische und wirtschaftliche Stabilität. Nach Einführung eines Währungskontrollgremiums zur Überwachung der umlaufenden Geldmengen und der festen Währungskopplung an die D-Mark sei die Inflationsrate stark zurückgegangen. Gleichzeitig habe sich ein festes Banksystem mit niedrigen Zinsen etabliert.

Ausländische Investitionen seien bislang vor allem aufgrund der Privatisierung vormals staatlicher Betriebe ins Land geflossen. Die Gesetzgebung stelle in- und ausländische Investoren auf gleiche Stufe. Dazu gehöre z.B. die Möglichkeit für Ausländer, Grundeigentum zu erwerben. Auch im Steuerrecht habe eine Konsolidierung stattgefunden. Steuervorteile würden insbesondere bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze eingeräumt, wobei Arbeitskräfte bei hohem Qualifikationsniveau vergleichsweise billig seien. Bulgarien zeichne sich durch eine günstige geographische Lage mit guter Anbindung an Südosteuropa und den Nahen Osten aus und verfüge insgesamt über eine gute Infrastruktur.

8. Rechtliche Rahmenbedingungen für Public-Private-Partnership im Energiesektor Bulgariens

Herr Djulgerov von der Stadtverwaltung Sofia stellte in seinen Ausführungen die Inhalte des neuen Energie- und Energieeffizienzgesetzes vor. Die zu gründende Regulierungsbehörde werde den Liberalisierungsprozeß weiterführen und steuern und die im Verzug befindliche Privatisierung der Energiewirtschaft voranbringen. Mit der Restrukturierung des Elektrizitätssektors sei ab dem kommenden Jahr zu rechnen. Zu den Aufgaben der neuen Energieeffizienzagentur gehörten auch die Förderung erneuerbarer Energien sowie die Lizensierung neuer Technologien und die Aufstellung von Datenbanken zur Energieeffizienzsituation.

Neu eingeführt werde die Verpflichtung zur Messung und verbrauchsabhängigen Abrechnung des Wärmeverbrauchs. Ferner sollten Liegenschaften/Gebäude hinsichtlich ihres Energieverbrauchs katalogisiert werden, um Vergleichsmaßstäbe zu erhalten und Prioritäten für Sanierungsmaßnahmen festlegen zu können. Bei der Zertifizierung von Produkten solle in Zukunft nach europäischen Standards und Normen vorgegangen werden.

Kontrolltätigkeiten, z.B. Energieanalysen (Auditing) sollten verstärkt von Privatunternehmen durchgeführt werden und ab einem bestimmten Verbrauchsniveau verbindlich sein. Für Dienstleistungen im Energieeffizienzbereich, wie Consultingtätigkeiten, Projektierungsarbeiten, Anlagenbetrieb und Instandhaltung würden verbindliche Grundsätze aufgestellt. Dabei solle sich z.B. das Honorar an der eingesparten Energie orientieren.

Jede kommunale Einrichtung werde in Zukunft selbst Verträge mit Kontraktoren abschließen können. Gegenwärtig seien von den 30 - 40 Krankenhäusern und etwa 300 Bildungseinrichtungen in Sofia nur wenige in der Lage, selbständig zu handeln. Ausführungsverordnungen seien für die Beziehungen zu externen Dienstleistern zu erwarten, da in diesem Bereich bislang keine Erfahrungen vorlägen. Bestimmte rechtliche Bedingungen seien in diesem Zusammenhang ungeklärt. Auch könnten Bürgermeister ohne Zustimmung der Gemeinderäte bislang nur Verträge mit max. 3-jähriger Laufzeit abschließen.

9. Investitionsinstrumente und -programme im Energiesektor Bulgariens

Herr Kazarov von der Firma Status Invest PLC bemängelte in seinem Vortrag das Fehlen von geeigneten Gesetzgebungen und Normen, die Investitionsmaßnahmen im Energiebereich beschleunigen könnten. Z. Zt. seien mehr als 10 ausländische Banken in Bulgarien tätig. Bankkredite seien schwer zu erhalten, da Energiesparprojekte als Garantie nicht anerkannt würden und die Banken an kurzen Amortisationszeiten interessiert seien. Inländische Banken mit ihrer Priorisierung des Handelssektors seien derzeit keine geeigneten Partner im Energiemarkt. Zur Finanzierung könne neben den internationalen Quellen auch der Blick auf den sich entwickelnden Aktienmarkt hilfreich sein. Insgesamt würde Sofia im ökonomischen Vergleich weit über dem Landesdurchschnitt liegen. Das Investitionsklima sei deshalb gut.

10. Energiesparen und Investitionsprogramme der Stadt Sofia

Herr Kmetov vom Ministerium für Regionalentwicklung und öffentliche Aufgaben berichtete über Richtlinien zur Gebäude-Energieeinsparung und über 1999 eingeführte neue Vorschriften für die Wärmedämmung von Außenwänden. Eine individuelle Verbrauchserfassung im Wärmebereich sei in geringem Umfang bereits eingeführt worden. Regeltechnik bei Heizungen und Heizkörpern werden schrittweise eingeführt. Pilotprojekte zur Energiesanierung sollten beispielhaft machbare Lösungen demonstrieren. Als Beispiel wird die Sanierung 4-geschossiger Typenbauten genannt, die allerdings aufgrund der Eigentumssituation (überwiegend Eigentumswohnungen im Individualbesitz) an Umsetzungsgrenzen stoße. In einem nationalen Programm sollen 361 öffentliche Gebäude mit einem Aufwand von 200 Mio. DM modellhaft saniert werden.

11. Energiesparen - Eine Priorität bei der Stadtplanung

Herr S. Janev, Chefarchitekt der Stadt Sofia, berichtete über die vorläufigen Ergebnisse aus der Aufstellung eines Generalplans für Sofia. Dabei würden 6 Szenarien für die zukünftige Entwicklung der Stadt unter politischen, wirtschaftlichen und globalen Gesichtspunkten aufgestellt. Als prioritäre Aufgabengebiete seien identifiziert worden: 1. die Erneuerung der öffentlichen Transportsysteme insbesondere im Stadtzentrum, 2. die Sanierung der Wasser- und Abwassersysteme, 3. die ökologische Sanierung der städtischen Umgebung, 4. die Erneuerung des Gebäudebestandes (wozu gegenwärtig eine Bestandsaufnahme mit UNDP-Hilfe erfolge und ein Pilotprojekt in Vorbereitung sei), 5. der Schutz des nationalen Kulturerbes mit den baulichen und natürlichen Merkmalen. Sofia habe bei 220 m2 Fläche nur 1,2 Mio. Einwohner. Ziel sei es, vorrangig die reinen Wohnsiedlungen zu beleben und - wo möglich - dezentrale Wärmeversorgungen aufzubauen.

Herr Stavrev von der Stadtverwaltung Sofia gab einen Einblick in die Kartierung von Typenbauten. Von insgesamt 480.000 Wohnungen in Sofia befinden sich 189.000 in sogenannten Großplattenbauten. Die Klassifizierung erfolgte für die einzelnen Typen entsprechend ihrem Energie- und Wärmedämmstandard. Insgesamt seien in diesen Bauten 15 Mio. m2 Wohnfläche zu sanieren. Ein erstes Pilotprojekt werde derzeit vorbereitet. In der Praxis hätten bereits annähernd 70 % Energieeinsparung nachgewiesen werden können.

12. Energiesparen und Umweltmonitoring - Kooperation zwischen Verwaltung und Betroffenen

Herr K. Janev vom Energiekonsortium Sofia (SEC) stellte die Fernwärmesituation in Sofia vor. Insgesamt seien 346.000 Wohnungen an das Verteilungsnetz des örtlichen Produzenten Toplofikacia Sofia angeschlossen, in das aus 4 Werken eingespeist werde. Zwei der Anlagen würden in Kraft-Wärme-Kopplung betrieben, deren Strom an den nationalen Versorger verkauft werden müßte. Die Heiz(kraft)werke befänden sich in relativ gutem Zustand. Der Absatz sei in den letzten Jahren vor allem aus wirtschaftlichen Gründen gesunken.

SEC ist erst im März 1999 gegründet worden mit Toploficacia Sofia, Lahmeyer Energy Solutions und Newton Financial Management als Gesellschaftern. Ziel sei die Entwicklung des Energiesektors in Sofia bis zum Jahr 2010, was in enger Abstimmung mit der Gemeinde verfolgt werde. Dazu gehöre die Gasifizierung von Sofia, die Entwicklung der kommunalen Stromversorgung, der Einsatz erneuerbarer Energien (u.a. Nutzung des Wasserkraftpotentials) sowie die Entwicklung der Müllverbrennung. Mit der GASAG habe man ein Kooperationsabkommen abgeschlossen. Kontrollmessungen im Rahmen eines Umweltmonitoring sollten zur Reduzierung der städtischen Luftbelastung beitragen.

13. Ökozone Sofia-Ost: Das Ökodorfprojekt - Energiesparen und erneuerbare Energien

Herr Milenov verwies in seinem Beitrag als Direktor der Agentur für nachhaltige Entwicklung und Eurointegration (ASDE) auf die Internationale Unterstützung, u.a. durch das Land Berlin und den Freistaat Bayern, die das Projekt Ökozone Sofia bisher schon erhalten habe. Das Vorhaben sei in Sofia als Beitrag zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 anerkannt und bemühe sich verstärkt um nationale und internationale Partner. Mit zwei Berliner Firmen gäbe es bereits Vereinbarungen zur lokalen Klärung von Abwässern sowie zur Energieeinsparung bei Schulen. Insgesamt besteht die Ökozone aus 15 Einzelprojekten, darunter das Pilotprojekt Nr. 5 "Ökodorf Mladost".

In diesem Projekt sei die Realisierung von 15 Solarhäusern (teilweise mit Reihenhauscharakter, teilweise einzeln plaziert) vorgesehen, ferner ein Zentrum für regenerative Energien (mit eventueller Finanzierung aus dem ALTENER-Programm der EU) sowie einem Ausstellungsbüro (ECOEXPO) für innovative Firmen. Ein Programm zur getrennten Müllsammlung gehöre ebenso dazu, wie die Realisierung einer lokalen biologischen Kläranlage in Verbindung mit dem zentralen Klärwerk. Konflikte gäbe es derzeit noch um den Erhalt eines Feuchtbiotops im Bereich des bislang unbebauten Geländes. Auch sei an eine energetische Nutzung des mineralischen Thermalwassers gedacht. Für den größten Teil der Einzelmaßnahmen sei allerdings die Finanzierung bisher nicht gesichert.

14. Präsentation Berliner Firmen

Berliner Energieagentur GmbH, Hr. Brüne:

Die Firma wurde 1992 gemeinsam vom Land Berlin, der BEWAG und der Deutschen Ausgleichsbank gegründet. Ein Schwerpunkt der gegenwärtigen Aufgaben ist das Management der öffentlich-privaten Energiesparpartnerschaften in Berlin, die im Jahr 2000 etwa 300 Gebäude umfassen werden. Auch in Wien und Leipzig sind mittlerweile Nachfolgeprojekt im Entstehen. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich des Contracting, z.B. für das Umwelttechnische Zentrum in Berlin sowie für Wärme- und Stromlieferungen in Sanierungsgebieten. Im Geschäftsbereich "Consulting" wurden verschiedenste Beratungskonzepte und Marketing- sowie Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt.

Dr. Hettler & Partner - Gemeinschaft Beratender Ingenieure, Herr Baumann:

Die Firma wurde Ende 1997 gegründet und ist vor allem in den Bereichen Wasser und Wärmeversorgung tätig, mit besonderen Erfahrungen in der Ukraine. Herr Baumann skizzierte die Problemlage in den GUS-Staaten, die vor allem im Bereich der Finanzierung besteht. Häufig wurde ein erheblicher Mangel an Investitionsmitteln festgestellt bei gleichzeitigen Schwierigkeiten, Kredite zu erhalten, da Sicherheiten nicht ausreichend vorhanden sind oder nicht akzeptiert werden. Probleme bereiteten auch die häufig bürokratischen Prozeduren, z.B. beim widersinnigen Nachweis einheimischer Zertifizierungen oder bei Einforderungen überhöhter Einfuhrsteuern. Wichtig sei es, sich über Begriffe und Abläufe schon im Vorfeld mit den Partnern zu verständigen, um spätere Mißverständnisse nach Möglichkeit auszuschließen. Von großer Bedeutung sei die Realisierung von Pilotvorhaben und die Einbindung lokaler Partner und Fertigungskapazitäten, um das Interesse an Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung auf breiter Basis zu wecken.

EAB Energie-Anlagen Berlin GmbH, Herr Sprick:

Die EAB wurde 1973 gegründet und ist seit 1998 in Händen der Geschäftsleitung. Berichtet wurde über das Konzept zu einem Demonstrationsvorhaben zur Energieeffizienzverbesserung in einem größeren Wohnbezirk in St. Petersburg, das bereits 1995/96 im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau erarbeitet wurde. Der spezifische Energieverbrauch in diesem sehr großen Einzugsgebiet mit vorwiegend industrieller Bauweise ist sehr hoch. Gleichzeitig decken die Einnahmeerlöse aus dem Wärmeverkauf nur einen Teil der laufenden Kosten, während die Tarifstruktur keine Anreize zum Sparen vermittelt. Meßeinrichtungen zur Erfassung individueller Verbräuche sind nicht vorhanden. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Konzepterarbeitung auf die Möglichkeiten zur Finanzierung von Maßnahmen und auf die Anwendung von Contractingmodellen gelegt. Die Tarife sollten bis 2004 auf volle Kostendeckung angehoben, in sozialen Härtefällen staatlich gestützt werden. Nach letzten Informationen wurde das Vorhaben von der Stadtverwaltung bis dato nicht umgesetzt.

Prognos GmbH Europäisches Zentrum für Wirtschaftsforschung und Strategieberatung, Herr Bohnenschäfer

Die 1959 in Basel gegründete Firma hat ihr zweitwichtigstes Standbein in Berlin. Eigentümern des Consultingunternehmens mit Schwerpunkten in den Bereichen "Ökonomie und Demographie" sowie "Umwelt/Energie" ist die Handelsblatt GmbH. Prognos ist im Energiesektor mit Makroanalysen zur Perspektivendarstellung, für den Bereich "Kommunen und Regionen" mit der Erstellung von Energie- und Klimaschutzkonzepten" sowie beratend für die Versorgungswirtschaft (insbesondere Stadtwerke) tätig. Für die MOE-Staaten werden Fragestellungen zur Vorbereitung auf den EU-Beitritt bearbeitet. Hierbei werden z.B. Wettbewerbsaspekte, Preisentwicklungen und allgemeine Geschäfts- und Marktbedingungen analysiert.

IEMB Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken e.V., Herr Fürst:

Das IEMB wurde vom Bundesbauministerium 1992 gegründet und ist seit 1995 An-Institut der TU-Berlin mit derzeit 60 Mitarbeitern und eigenem Prüflabor. Berichtet wird über die Durchführung des Versuchs- und Demobauvorhabens "P2-Cottbus" (1994-98), bei dem 2 fünf-geschossige Plattenbauten umfassend energietechnisch saniert und vermessen wurden. Insgesamt konnte eine Reduzierung des Wärmebedarfs um 49-57 % erreicht werden, Auch der Warmwasserbedarf wurde drastisch gesenkt. Das Projekt hat Modellcharakter für zahlreiche entsprechende Gebäude in den neuen Bundesländern und bietet auch für die Typenbauten in den MOE-Staaten wertvolle Erfahrungen.

PRODAT GmbH, Herr Dr. Lippstreu:

Berichtet wird über "Kostenbewußtes Handeln bei Errichten und Betreiben kommunaler Anlagen" am Beispiel von Wasser- und Klärwerken und beim Management eines Versorgungsbetriebes für Gas, Wasser und Strom. So ließen sich durch Anpassung des Pumpenbetriebes bei Wasserwerken Energiekosteneinsparungen von 10-15 % erzielen. Grundsätzlich sollten teuere Verbrauchsspitzen vermieden werden.

Delta-Dämm Schall-, Wärme-, Feuchtedämmung GmbH, Herr Baumgart

Die Firma wurde 1993 gegründet und beschäftigt sich mit der Anwendung von Wärmedämmverfahren. Beschrieben wird insbesondere die Verwendung von Perlit-Dämmstoffgranulat zur nachträglichen Kerndämmung von bestehenden Gebäuden. Hierbei könnten beispielhaft Heizkosten von 60 % bei Einfamilienhäusern eingespart werden. Das Material sei ökologisch und baubiologisch unbedenklich. Verwendbar sei das Granulat aus natürlichem Vulkangestein auch zur Verwendung von nachträglichen Dämmungen im Dachbereich von Plattenbauten.

ECB Enerko Consult GmbH, Herr Peuschel:

Die Firma ging 1990 aus dem ehemaligen Ingenieurbetrieb der Energieversorgung Berlin hervor. Sie ist in einem breiten Bereich von Planung, Konzepterstellung und Consulting bei Ver- und Entsorgung, Energiesystemen und Gebäudetechnik sowie Umweltmanagement und Energiewirtschaft tätig. Vorgestellt werden kürzlich realisierte Vorhaben zur Biogaserzeugung und -verwertung sowie zur Errichtung von Energiezentralen mit Blockheizkraftwerken.

ARGUS Arbeitsgruppe Umweltstatistik e.V., Herr Gössele und Herr Boyadjev

Argus ist seit 25 Jahren an der Technischen Universität Berlin tätig und beschäftigt sich mit einem interdisziplinären Team mit Daten- und Informationssystemen im Bereich umwelttechnischer Problemstellungen. Derzeit werden insbesondere Aufträge für die EU bearbeitet, z.B. zur Harmonisierung von Umweltdatenstatistiken. Seit 1991 bestehen geschäftliche Kontakte nach Bulgarien. Berichtet wird u.a. über Entwicklungen zur thermischen Verwertung von Klärschlämmen, die in naher Zukunft aufgrund gesetzlicher Anforderungen stark zunehmen werde. Hierbei könnte der Einsatz solarer Vortrocknung attraktiv werden, um fossile Energieressourcen zu schonen.

Gaube Energy Network, Herr Gaube

Berichtet wird von einer Börse für Austausch- und Ersatzteile aus Wärmeanlagen, die von der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) mit Distributionspartnern für den osteuropäischen Markt angeboten wird. Die Anbieter der gebrauchsfähigen und teilweise neuwertigen Teile aus Altanlagen sind Unternehmen der Wärmeversorgung und Industrie. Energy Network ist mit der Koordinierung und Abwicklung der Teilebörse durch AGFW beauftragt.

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Topics covered by EA.UE: city, climate protection, database, derelict land, dereliction, ecology, education, energy, environment, Europe, geographical information systems, housing, job creation, labour market, large housing estates, mobility, noise, open space, pollution, pre-fabricated buildings, regional planning, renewable energy, renewable resources, retail services, settlements, sewage, sustainability, town, traffic, transport, urban development, urban green, urban management, urban planning, urbanism, waste, water.

Themen der EA.UE: Abfall, Abwasser und Trinkwasser, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Begrünung, Bildung, Brachflächen,, Datenbank, Einzelhandel, Energie, erneuerbare Energien, erneuerbare Ressourcen, Europa, geographische Informationssysteme, Gewerbebrachen, Großsiedlungen, Grünfächen, Industriebrachen, Klimaschutz, Lärm, Lärmbelastung, Mobilität, Nachhaltigkeit, öffentliche Verkehrsmittel, Ökologie, Plattenbauten, Quartiersmanagement, Regionalplanung, Siedlungen, Stadt, Stadtentwicklung, Stadtmanagement, Stadtplanung, Transport, Verkehr, Wasser, Wohnen.